Schwimmteiche der ersten Generation

Die ersten Schwimmteiche wurden deshalb häufig so angelegt, dass der eigentliche und durchgehend tiefe Schwimmbereich zu den Ufern hin in eine Flachwasserzone übergeht, die möglichst dekorativ mit Steinen und Kieseln belegt und mit untergetauchten Wasserpflanzen und über den Wasserspiegel hinauswachsende Teich- und Röhrichtpflanzen bewachsen ist.

So schön dies anfangs aussehen mag, ein solch lückenloser Übergang vom Schwimmbereich zum Pflanzenteil hat einige entscheidende Nachteile:

  1. Beim Schwimmen oder Planschen im Schwimmteich stößt man unvermittelt immer wieder bis in diese Flachwasserzone vor. Dann besteht die Gefahr, sich an den dort liegenden Steinen und Kieseln zu verletzen oder beim Versuch sich festzuhalten, Steine, Pflanzenteile oder Teicherde mit in den Schwimmbereich zu reißen. Das kann zu Trübung und Verschmutzung des Wassers führen und einen erheblichen Mehraufwand bei der Reinigung des Schwimmteichs zur Folge haben.
  2. Auch wenn man Abstand zum Pflanzenteil hält, werden abgestorbene oder mit der Wasserbewegung losgerissene Pflanzenteile, Substratpartikel und Bodenmulm in den Schwimmbereich geschwemmt.
  3. Alle Teich- und Wasserpflanzen haben das Bedürfnis sich zu vermehren und auszubreiten. Entweder in Konkurrenz zu benachbarten Pflanzen. Oder sie drängen zur freien Wasserfläche hin. Das trägt nicht nur optisch zur Veränderung des Gesamteindrucks im Schwimmteich bei, sondern beschleunigt auch den Verlandungsprozess des Badegewässers.

Gartenteich-Besitzer kennen das

Der größte Teil ihrer Pflegemaßnahmen am und im Teich besteht darin, diesen Alterungsprozess, dem jedes Gewässer unterliegt, aufzuhalten.

Es gibt also gute Gründe, im Schwimmteich Pflanzenteil und Schwimmbereich voneinander getrennt zu halten.

Schwimmteiche der zweiten Generation

Diese Schwimmteiche tragen dem Rechnung, indem der Pflanzenteil durch eine senkrecht im Wasser stehende Trennwand vom Schwimmbereich abgegrenzt wird. Um den Wasseraustausch zwischen beide Bereichen nicht zu behindern, reicht diese Trennwand jedoch nicht bis zur Wasseroberfläche, sondern lässt das obere Drittel frei.

So wird folgendes sichergestellt dass:

  1. man beim Schwimmen genügend Abstand zur Pflanzenzone hält
  2. die Teichpflanzen mit ihren Wurzeln und Ausläufern nicht in den Schwimmbereich hineinwachsen. Die Trennwand dient dabei als Pflanzensperre. Und wenn sich Seerosen und andere Schwimmblattpflanzen mit ihren an der Wasseroberfläche treibenden Schwimmblätter über die Trennwand hinaus ins Freiwasser schieben, so trägt dies zum optischen Kaschieren dieser künstlichen Grenze  bei, ohne dass die Pflanzen im Schwimmbereich Fuß fassen können.  

Als Trennwand zwischen Pflanzenzone und Schwimmbereich kann man folgendes einsetzen

  • eine Holzwand, diese muss jedoch druckkesselimprägniert sein, damit kein Wasser in das Holz eindringen kann
  • eine gemauerte Steinwand
  • eine Betonwand
  • ein dickwandiges Stahlblech, eventuell mit Kunststoffüberzug

Holzwand und Steinmauer haben eine raue Oberfläche, damit wird eine gründliche Reinigung und Entfernung von Aufwuchs und Biofilm schwierig – im Gegensatz zu Stahlblech und Betonwand.

Hinweis

Ein solcher Schwimmteich entspricht einem kleineren, stehenden Stillgewässer mit einem geringen, d. h. sehr langsamen Wasseraustausch zwischen Schwimmzone und Pflanzenteil.

Damit die Teichpflanzen dennoch ihren Beitrag zur Reinigungsleistung des Wassers beitragen können, muss der Pflanzenzone ein entsprechend großer Flächenanteil im Schwimmteich eingeräumt werden. 

Teichbauexperten rechnen teilweise mit einem Flächenbedarf des Pflanzenteils von bis zu 50% der Gesamtfläche eines Schwimmteichs. Erst durch den zusätzlichen Einsatz von umfangreicher Teichtechnik – auf die man im naturnahen Schwimmteich ja eigentlich verzichten wollte – lässt sich der Flächenanteil der Pflanzenzone deutlich reduzieren.

Zu einer solchen Ausstattung an technischen Geräten zählen Skimmer, Teichpumpe und Teichfilter sowie ein Saugschrubber oder Teichroboter zur Boden- und Wandreinigung.

Mit dem Einsatz solch teurer und wartungsintensiver Teichtechnik lässt sich der Flächenbedarf der Pflanzenzone auf schätzungsweise 25 bis 30 % der gesamten Schwimmteichfläche reduzieren.

Hierzu als Beispiel ein mittelgroßer Schwimmteich ohne solche Teichtechnik:

Bei einer Gesamtfläche von 56 m². mit 8 m Länge und 7 m Breite würde der Pflanzenteil also bis zu 28 m² betragen. Im Schwimmbereich steht einem beim Baden zwar dann noch die volle Teichlänge von 8 m zur Verfügung, die Breite reduziert sich auf etwa 3 ½ m – das reicht kaum, dass zwei Schwimmer nebeneinander oder aneinander vorbei schwimmen können.

Durch Einsatz der genannten Teichtechnik lässt sich der Flächenanteil der Pflanzenzone auf schätzungsweise 16 m² reduzieren. Dann bleibt für den Schwimmbereich immerhin eine Fläche von 40 m² mit einer Länge von 8 m und nunmehr 5 m übrig. Das reicht, damit zwei Schwimmer ungehindert nebeneinander oder aneinander vorbei schwimmen können.

Schwimmteiche der dritten Generation

Moderne Schwimmteiche erzielen eine deutlich höhere Filter- und Reinigungsleistung der Pflanzenzone

  1. und zwar weitgehend ohne aufwendige Teichtechnik. Das spart nicht nur Kosten bei der Anschaffung und Unterhalt der Geräte
  2. es kommt der Idealvorstellung eines naturbelassenen Schwimmteiches ohne Einsatz von Chemie und Technik näher
  3. der Flächenanteil der Pflanzenzone kann zugunsten des Schwimmbereichs weiter reduziert werden.

Der Unterschied zum Schwimmteich der zweiten Generation besteht im Wesentlich darin, dass die Pflanzenzone nicht mehr einem stehenden Gewässer entspricht mit einem geringen Wasseraustausch zwischen Pflanzen- und Schwimmbereich, sondern einem Fließgewässer, in dem das Wasser der Schwimmzone auf seiner gesamten Längsstrecke nach und nach durch den Pflanzenbereich fließt und gereinigt wird.

Dies entspricht einem Filtergraben, wie er von NaturaGart entwickelt wurde und sich als Selbstreingungsstrecke für Gartenteiche seit vielen Jahren bewährt hat.  

Bleiben wir bei unserem Beispiel eines mittelgroßen Schwimmteiches mit einer Gesamtfläche von 56 m². Die als Filtergraben eingerichtete Pflanzzone kann auf einen Flächenanteil von etwa 6,5 m2   reduziert werden. Dann bleiben für den Schwimmbereich etwa 51,5 m² bei einer Länge von 8 m und einer Breite von nunmehr sogar fast 6,5 m!

Erfüllt der Filtergraben seine Funktion als Selbstreinigungsstrecke optimal, dann kann auch aufwendige Teichtechnik weitgehend verzichtet werden. Das Teichwasser wird in der Mitte oder an der tiefsten Stelle des Schwimmbereichs über einen Schlauch von einer am Ufer installierten Teichpumpe angesaugt und in den oberen Einlauf des Filtergrabens gepumpt. Von dort fließt das Wasser langsam durch den Filtergraben bis zu seinem unteren Auslauf zurück in den Schwimmbereich.

Damit ein solcher Filtergraben eine bestmögliche Reinigung des Teichwassers erbringt, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Die Trennwand zwischen Schwimmbereich und Filtergraben reicht bis über die Wasseroberfläche – nur der Rücklauf am Ende des Filtergrabens in den Schwimmbereich bleibt ausgespart. Nur wenn beide Bereiche – Schwimmbereich und Filtergraben auf diese Weise voneinander getrennt sind, durchläuft das hochgepumpte Teichwasser die gesamte Filterstrecke optimal gereinigt werden.
  2. Die über den Wasserspiegel herausragende Trennwand lässt sich optisch kaschieren, indem man auf ihr den Badesteg mit der Einstiegshilfe montiert.
  3. Damit das hochgepumpte Teichwasser durch den Filtergraben bis zum Rücklauf gleichmäßig und mit konstanter Geschwindigkeit fließt, muss der Wasserspiegel im Einlauf des Filtergrabens ungefähr einen halben Meter höher als der Wasserspiegel im Schwimmteich liegen. Der Boden im Filtergraben bekommt eine Neigung von etwa 5 %.
  4. Der Filtergraben wird in Kompartimente aufgeteilt. Das Teichwasser wird zunächst in ein Absetzbecken von 1 m Länge und 75 cm Tiefe gepumpt. Dort können sich grobe Schwebstoffe absetzen.  Von dort fließt das Wasser mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 20 cm/sec nacheinander durch verschiedene, bepflanzte  Module mit einem Gefälle von 5 % über eine Gesamtstrecke von 6 m in ein anschließendes, unbepflanztes Beruhigungsbecken von 1 m Länge und 25 cm Tiefe und von dort weiter in den Schwimmbereich.
  5. Diese Module sind stromab nacheinander in der Reihenfolge Schilf- und Röhrichpflanzen / Teichpflanzen / untergetauchte Wasserpflanzen bepflanzt. Als Substrat wird leicht zu reinigender Grobkies gewählt.
  6. Jedes Modul besteht aus einem Pflanzkorb aus unverrottendem Material, einer Substratschicht und den darin wurzelnden Pflanzen. Damit man solch ein Modul zum gelegentlichen Reinigen und Durchspülen des Sedimentes aus dem Filtergraben heben kann, darf es nicht länger als 50 cm sein. Sonst wird es zu schwer.

Die Leistung der Teichpumpe muss ausreichen für eine Förderhöhe von wenigstens 50 cm und den gesamten Wasseraustausch des Beckens im Tagesverlauf, das entspricht einer Förderleistung von etwa 67 m³ / 24 Stunden oder 47 Liter pro Minute. Das hochgepumpte Wasser fließt dann mit einer Fließgeschwindigkeit von ca. 20 cm/sec durch den Filtergraben. 

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