Rot- und Hainbuchen – kurz vorgestellt

Rotbuche

Die Rotbuche ist eine der am weitesten in Europa verbreitete Baumart. Sie kann bis zu 40m in die Höhe wachsen. Sie bildet zwar in der Natur eine breite, kuppelförmige Krone.

Ihre Äste sind aber in regelmäßig übereinanderstehenden Reihen angeordnet – das prädestiniert sie geradezu für eine formale, hohe, aber relativ schmale Hecke.

Blätter der Rotbuche

Die ovalen bis elliptischen Blätter werden 10 bis 15cm lang. Die Blattränder sind leicht gewölbt. Die Blätter sind im Austrieb rötlich gefärbt, nehmen eine hellgrüne, schließlich eine dunkelgrüne Farbe an. Die Blattunterseite ist immer etwas heller als die Oberseite gefärbt.

Die Blutbuche, eine beliebte Zuchtsorte der Rotbuche, hat stets rötliches, hell purpurfarbenes Laub.

Rotbuchen wachsen am besten in einem relativ milden Klima mit geringen Temperaturunterschieden, aber regenreichen, mäßig warmen Sommern und kühlen, frostarmen Wintern. Die Rotbuche wächst sowohl auf kalkhaltigen, als auch auf kalkfreien, aber nicht zu sauren Böden. 

Hainbuche

Die Hain- oder Weißbuche wird bis zu 25m hoch. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet reicht von Mittel – bis Südosteuropa und Kaukasus. Sie hat ebenfalls regelmäßig angeordnete Äste.

Die graugrünen, ovalen, spitz zu laufenden Blätter haben eine runde bis herzförmige Basis und werden bis zu 10cm lang. Im Unterschied zur Rotbuche haben die Blätter der Hainbuche eine stärker strukturierte Oberfläche und einen deutlich gesägten Blattrand. 

Blätter der Hainbuche

Die Hainbuche wächst am besten in sonnigen Lagen auf kühlen, humusreichen Böden. Als Gartenhecke ist sie gut geeignet, da sie nach dem Schneiden ihre Äste sehr schnell regeneriert.

Buchenhecken für exponierte Lagen

Soll die Buchenhecke auch als Windschutz dienen, dann kommt bei einer sehr windexponierten Lage des Gartens nur die Hainbuche infrage, Rotbuchen sind dafür weniger gut geeignet.

Es mag auf den ersten Blick paradox erscheinen, aber laubabwerfende Hecken sind als Windschutz besser geeignet als eine dicht zugewachsene Hartlaub- oder Nadelholzhecke. Doch eine Windschutzhecke sollte noch so winddurchlässig sein, dass die Luftgeschwindigkeit lediglich verlangsamt, aber nicht vor der dichten Wand der Hecke abgebremst wird. Denn dann würde der Wind über die Hecke springen und dahinter starke Luftwirbel bilden. Das vertragen die wenigsten Gartenpflanzen.

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Formschnitt oder frei-wachsende Hecke?

Zier- und Obststräucher können sowohl als frei wachsende als auch als Formhecke angelegt werden. Bei Buchen, die ja keine Sträucher, sondern in die Höhe wachsende Bäume sind, ist man dagegen auf eine Formhecke angewiesen. Lässt man sie frei wachsen, dann wird daraus keine geschlossene Hecke, sondern eine Reihe von kleinen Bäumen.

Buchenhecken sollten normalerweise im Laufe des Sommers geschnitten werden, bei einer streng formal angelegten Hecke ist dies auch möglich. Bei frei wachsenden Hecken, die als Nistmöglichkeit von Singvögeln genutzt werden könnten, ist das Schneiden aber von Anfang April bis Oktober verboten.

Dank der regelmäßigen und fast ausschließlich zweidimensional angeordneten Zweige kann die Buchenhecke zwar zwischen 1 und mehr als 2m in die Höhe wachsen, aber trotzdem schmal gehalten werden. Andererseits brauchen Buchen viel Licht. Bei einem streng rechteckigen Formschnitt könnten die unteren Äste mit zunehmendem Alter deshalb verkahlen. Das lässt sich mit einer in Trapezform geschnittenen Hecke vermeiden, denn dann bekommen auch die Blätter der unteren, etwas breiter ausladenden Äste genügend Licht.

Geschnittene Buchenhecke

Formhecken bestehen normalerweise nur aus einer einzigen Gehölzart oder ? Sorte. Rot- und Blutbuchen, die ja eng miteinander verwandt sind und die gleiche Ast- und Blattform bilden, sich lediglich in der Blattfarbe unterscheiden, kann man jedoch gut zu einer gemeinsamen, farbenfrohen Hecke zusammenpflanzen. 

Wann und wie wird die Buchenhecke angelegt

Buchenhecken legt man am besten zwischen November und Februar, allerdings nicht bei Frost.

Für die Anlage einer Rotbuchenhecke wählt man einen Pflanzabstand zwischen 30 und 60cm, für Hainbuchen sollte er 45 bis 60cm betragen.

Buchenhecke pflanzen

Soll die Buchenhecke bestimmte Bereiche des Gartens abgrenzen, dann reicht eine einreihige Hecke. Will man die Buchenhecke stattdessen als blickdichte Grundstücksbegrenzung nutzen, legt man besser eine breitere Hecke an mit Pflanzen, die abwechselnd in zwei 45cm entfernten Reihen gepflanzt werden. Innerhalb einer Reihe sollte der Pflanzabstand dann aber 90cm betragen.

Hinweis

Dabei ist zu beachten, dass ein Zaun zwar direkt auf die Grundstückgrenze gesetzt werden darf, bei einer Hecke muss aber der gesetzlich vorgeschriebene Mindest-Abstand zur Grundstücksgrenze eingehalten werden.

Schnitthäufigkeit und andere Pflegemaßnahmen

Die Rotbuchenhecke wird normalerweise nur einmal im Jahr geschnitten und zwar im Spätsommer. Auch für die Hainbuche reicht ein Schnitt, der möglichst im Hoch- oder Spätsommer vorgenommen werden sollte.

Kräftig entwickelte Triebe werden um ein Drittel, schwache Triebe dagegen um zwei Drittel gekürzt.

Falls das notwendig werden sollte, vertragen Buchenhecken auch im Winter einen Verjüngungsschnitt. Sie treiben aus dem alten Holz rasch wieder aus.