Gelbe Teichrose
Nuphar lutea

Gelbe Teichrose

Foto: Alex Zelenko, Creative Commons Attr.-Share Aliek 3.0 Unported

Pflege
Einfach
Zucht
Mittel
Wassertiefe
40 bis 120 cm
Standort
sonnig bis schattig
Wasserhärte
mittelhart
Winterhart
Ja
Blütenfarbe
Gelb
Blütezeit
Juni bis August
Vermehrung
durch Rhizomteilung oder Aussaat

Auch wenn die Gelbe Teichrose kleinere Blüten hat als die ebenfalls einheimische Weiße Seerose, sie entwickelt wesentlich mehr und auch größere Schwimmblätter und braucht deshalb eine größere Teichfläche. Stehen die Schwimmblätter zu dicht beieinander, dann entwickelt die Teichrose keine Blüten. Ihre Unterwasserblätter bleiben auch im Winter grün und sorgen im Fischteich für Sauerstoffanreicherung. Die Schwimmblätter dagegen sterben im Herbst ab und sollten deshalb rechtzeitig aus dem Teich entfernt werden. Die Gelbe Teichrose kann mit Hilfe ihrer schwimmfähigen Samen als Kalt- und Lichtkeimer vermehrt werden. Einfacher ist aber die Teilung des Rhizoms, aber Vorsicht – dieser Teil der Teichrose ist besonders giftig!

Verbreitung und Lebensraum der Gelben Teichrose

Die Gelbe Teichrose kommt in großen Teilen Europas und Asiens, in Nordafrika und im Osten der USA und in der Karibik vor. Sie besiedelt sowohl stehende als auch langsam fließende Gewässer. Ihre Milieuansprüche sind denen der Weißen Seerose ähnlich, sie gedeiht jedoch auch an schattigen Plätzen. Bei uns ist dieese Teichrose auch unter dem Namen Mummel bekannt. Auch wenn sie in Deutschland immer noch die häufigste einheimische Seerosenart ist, so gilt auch sie als gefährdet und steht deshalb unter Naturschutz. Der Gartenfachhandel hält jedoch Nachzuchten für den Gartenteich bereit.

Merkmale, Form und Färbung der Gelben Teichrose

Die Schwimmblätter der Gelben Teichrose sind etwas größer als die der Weißen Seerose, dafür bleiben ihre gelben Blüten aber kleiner. Diese Schwimmblätter können bis zu 40cm lang und 30cm breit werden. Im Gegensatz zum runden Blattstiel der Weißen Seerose ist derjenige der Gelben Teichrose zumindest in der oberen Hälfte dreikantig. Die Blüten können einen Durchmesser von 4 bis maximal 6cm erreichen. Sie haben eine einfache Blütenhülle mit 45 gelben Perigonblättern. Die Narbenscheibe der Gelben Teichrose ist in der Mitte deutlich vertieft. Die Blütezeit fällt in die Monate Juni bis August.

Pflege der Gelben Teichrose im Gartenteich

Man setzt die Teichrose nicht direkt in den Teichboden, sondern in einen entsprechend großen Pflanzkorb, der an der tiefsten Stelle im Gartenteich ins Wasser versenkt wird. An das Bodensubstrat stellt die Teichrose keine besonderen Ansprüche; das übliche Substratgemisch aus 2/3 Lehm und 1/3 ungedüngtem Torf ist völlig ausreichend. Pro Exemplar muss man mit etwa 2qm Wasseroberfläche rechnen. Steht die Gelbe Teichrose zu dicht, dann werden aber – ähnlich wie bei anderen Seerosenarten auch – viele Schwimmblätter produziert, aber es werden keine Blüten gebildet. Für kleinere Teiche eignet sich eher die Kleine Teichrose Nuphar pumila. In der Natur ist die Gelbe Teichrose zwar oft mit der Weißen Seerose vergesellschaftet, im Gartenteich sollte man sich aber besser für der beiden miteinander um Platz und Nährstoffe konkurrierenden Arten entscheiden. Anders als die Weiße Seerose gedeiht die Teichrose auch im Schatten oder Halbschatten. An der Spitze des im Pflanzsubstrat und darüber hinaus kriechenden Rhizoms der Gelben Teichrose bilden sich zahlreiche Blätter und Blütenknospen. Die Blüten stehen an langen Stielen immer etwas oberhalb der Wasserlinie. Besonders für mit Fischen besetzte Teiche ist die Gelbe Teichrose zu empfehlen. Ihre reichlichen Unterwasserblätter liefern Sauerstoff und die Schwimmblätter spenden Schatten. Ihre Unterwasserblätter bleiben auch im Winter erhalten während die Schwimmblätter absterben und zu Boden sinken. Deshalb sollte man die Schwimmblätter, sobald sie zu welken beginnen, besser abschneiden und aus dem Teich entfernen.

Vermehrung der Gelben Teichrose

Nach der Blüte erscheinen zahlreiche Balgfrüchte mit einem fleischigen Gewebe, mit dem sie eine Sammelfrucht bilden. Wenn diese reif ist, zerfällt sie halbmondförmige Einzelfrüchte, von denen jede zahlreiche Samen enthält. Diese Samen sind von einem luftgefüllten Schleimkissen umgeben, sodass sie schwimmfähig sind und sich über die Wasseroberfläche ausbreiten können. Die Samen der Gelben Teichrose sind Licht- und Kaltkeimer. Man sät sie daher am besten auf einem feuchten Lehm-/Torfgemisch in einem separaten Topf aus. Die Samen dürfen als Lichtkeimer nur leicht an den Boden angedrückt, aber nicht mit Erde bedeckt werden. Damit die Samen keimen, müssen sie für einige Wochen kühl stehen; sobald dann die Temperatur langsam wieder steigt, beginnen sie zu keimen. Einfacher ist es zur Vermehrung das Rhizom der Gelben Teichrose zu teilen. Aber Vorsicht: Die Gelbe Teichrose ist in allen Pflanzenteilen giftig, besonders giftig ist jedoch das Rhizom. Also sollte man vorsichtshalber beim Umgang mit der Pflanze Gartenhandschuhe tragen.

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